Vamos a la playa - Strandhill Beach

28. März 2012

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Ein Sonntagnachmittag mit strahlendem Sonnenschein.
Kaum zu glauben, aber der Frühling ist auch in Irland angekommen. 18°C laut Thermometer, doch in der Sonne fühlt man sich schon fast wie im Hochsommer (v.a. wenn man es gewohnt ist, dass es in Irland sonst eher frisch ist).
Wie kann man diesen Tag besser verbringen, als an den Strand zu gehen und sich etwas zu entspannen?
Zum Glück haben wir hier einen wunderschönen Strand fast schon vor der Haustüre.
Ja gut, 10-15 Minuten Busfahrt muss man schon in Kauf nehmen, allerdings wird man dann mit dem Bus praktisch direkt runter zum Strand gefahren.

Strandhill Beach, welcher seinen Namen - zumindest unserer Meinung nach - von dem riesigen Sandhügel hat, den man auf dem Bild oben im Hintergrund sehen kann. Schließlich ist es ein Deutsch-Englishes Wort: Strandhill = Strandhügel oder heißt er doch eher Beachhügel... mhhh :)
Aber das mit dem Denglisch ist ein anderes Thema, dass wir hier in unserem Blog bald auch noch ausführlich behandeln werden.

Auf jeden Fall hatten wir uns diese sonnige Auszeit nach dem fleißigen Bearbeiten unseres Game Design Assignments (=Art Zwischenprüfung) redlich verdient.

Der Strand an sich ist an manchen Teilen etwas steinig, an anderen wieder purer Sandstrand. Strandhill ist ein sehr bekanntes Fleckchen für Surfer. An diesem Sonntag waren auch ein paar unterwegs, die Wellen waren aber nicht besonders hoch. Auf der Hin- und Rückfahrt ist auch ein Surfer mit uns gefahren. Er war geschätzt 15 Jahre alt und wurde bei der Rückfahrt fast von seinem Surfbrett erschlagen, weil er es hochkant in den Bus gestellt hatte. Zum Glück hat er es dann aufgefangen.

Wir sind also am Strand entlang gewandert, über monströse und winzigkleine, teilweise mit Algen bedeckte Steine gekraxelt und haben die Sonne genossen. Dagmar ist sofort zum Wasser losgestürmt und hat mit ihren Zehen mal die Temperatur des Atlantik getestet. Immernoch extrem kalt, wie sich rausstellte.

Anscheinend waren wir nicht die Einzigen, die die Idee hatte an den Strand zu gehen: Es war ziemlich viel los. Trotzdem haben wir ein stilles und etwas höher gelegenes Fleckchen gefunden, um dort ein Stündchen lang einfach nur in der Sonne zu liegen und uns zu entspannen.

Davor mussten wir allerdings erstmal den steilen und sandigen "Strandhill" erklimmen. Bei der enormen Steigung, die dieser Sandhügel hatte, war das gar nicht so einfach. Jedesmal wenn man einen riesigen Schritt nach vorne machte, musste man erkennen, dass man jedesmal die Hälfte dieser Entfernung wieder zurückrutschen würde. Nach ein paar kleinen Schweißperlen auf der Stirn, hatten wir es aber geschafft und waren oben angekommen. Dort wurden wir auch prompt mit einer wunderschönen Aussicht belohnt.

Im Osten konnten wir bis Rosses Point, Sligo und Benbulben schauen; in unserem Rücken (im Süden) befand sich der Bergriese Knocknarea und Richtung Westen erstreckten sich die Ox Mountains am Horizont. Ein wunderschöner Rundblick also und das auf einer Sanddüne, Wahnsinn!
Der perfekte Ort, um ein bisschen zu verweilen.

Eine ganze Stunde haben wir dort mit unseren sehr modischen Sonnenbrillen (1,50 € bei Penney's) in der Düne gedöst. Wunderschön entspannend.

Anschließend ging es an den Abstieg des Sandhügels, auch diesmal wieder ziemlich steil, aber äußerst spaßig, wie man sicherlich an den Fotos erkennen kann.

Um den letzten Bus um 16:10 Uhr von Strandhill zu bekommen, mussten wir dann einen legendären Sprint hinlegen. Aber wir haben es geschafft und waren um 17 Uhr voll mit Sonne getankt und guter Laune zurück in unserem bescheidenen Heim in Cartron.

Ein wunderschöner sonniger Sonntagnachmittag.
Hoffen wir, dass das Frühlingswetter anhält!



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London Part 4 | Von mumifizierten Katzen und tanzenden Kobolden

26. März 2012

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Hallo ihr Lieben, weiter geht es mit dem letzten Teil unseres London-Tagebuchs. Auch am Wochenende, also inzwischen vor genau einer Woche, war unser Programm prall gefüllt mit Dingen, die wir unbedingt noch sehen wollten. Am Samstagmorgen zog es uns aber noch einmal nach Camden Town, wo es uns schon am Freitag einfach unglaublich gut gefallen hat.

Mein persönlicher Tipp, wenn ihr mal in London seid: Geht in den Cyberdog. Wenn man das Gebäude in Camden Town betritt, denkt man aufgrund der Lautstärke und der Auswahl der Musik erstmal, dass man in einem Club gelandet ist, aber weit gefehlt: Der Cyberdog ist der geekigste, abgefahrenste, bunteste Shop, den ich je in meinem Leben betreten habe. Von der aus Computerplatinen gefertigten Nachttischlampe über T-Shirts mit ausdiovisuellem Display bis hin zu kleinen Robotern und Taschen mit eingebautem Soundsystem gibt es da einfach alles. Schon allein um die Kunden und die Besucher dieses Shops anzuschauen, lohnt es sich reinzugehen. Leider darf man natürlich keine Fotos machen, deswegen muss ich den Rest eurer Fantasie überlassen...


Nach einem kurzen Zwischenstopp beim guten alten Sherlock bzw. in dem ihm gewidmeten Souvenir-Laden zog es uns nach Knightsbridge zum alterwürdigsten und luxuriösesten Kaufhaus Londons: Harrods. Vor allem die Essensabteilung im ersten Stock des wunderschönen Gebäudes ist durchaus einen Blick wert. Ich würde aber behaupten, dass z.B. das KaDeWe in Berlin durchaus mithalten kann.


In der Spielzeugabteilung, die sich bescheiden "Pet Kingdom" nennt, hat mich neben den mehr als mannsgroßen Teddybären (wer stellt seinen Liebsten sowas ins Kinderzimmer und den zehnstöckigen Puppenhäusern am meisten die Harry-Potter-Abteilung beeindruckt. Wenn man als Harry-Potter-Fanat in England lebt und stinkreiche Eltern hat, dann kann man sich eine ganze Harry-Traum-Welt zusammenkaufen, von Zauberstäben aus echtem Phönixhaar bis zu Gryffindor-Schals und ähnliches, ganz zu schweigen von der 1x1 Meter großen Nachbildung von Hogwarts. Die spinnen, die Briten...

Vom Kaufrausch erschöpft, schleppten wir uns danach noch zur Tate Modern Gallery an den Ufern der Themse, um einen Picasso zu sehen, waren dann aber doch zu müde, um den zugegeben sehr sehenswerten Werken drumherum mehr Aufmerksamkeit als einen müden Blick zu schenken. Aber der Blick von dem Cafe im obersten Stockwerk ist sehr empfehlenswert!

Am Abend haben wir dann nach einem Pubbesuch noch einen nächtlichen Spaziergang durch London gemacht - vorbei am London Eye und der London Bridge bis hin zu Big Ben. Hunderte von Lichtern, die sich nachts in der Themse wiederspiegeln, geben der Stadt eine zauberhafte Stimmung. Wir waren begeistert.


Ein kleiner Fakt hat mich an der ganzen London-Reise schon etwas beschämt: Dass wir ausgerechnet den heiligsten und höchsten Feiertag der Iren, den St Patrick's Day, im Ausland verbringen werden. Der Witz ist, dass wir das beim Buchen des Flugs nicht wirklich bemerkt haben. Es war ohnehin der einzig mögliche Wochenende, an dem wir zusammen mit Gabi nach London fahren konnten, weil er nächste Woche ein sechsmonatiges Praktikum in Dublin beginnt und deswegen bei uns auszieht.

Wie auch immer - um nicht als Nationalverräter nach Irland heimzukommen, haben wir uns eben die St Patrick's Day Parade in London angeschaut, die nicht mal so klein war. Danach wurde es krass kulturell: Wir haben am Sonntag noch einen wahren Museumsmarathon hingelegt und sind in den heiligen Hallen der National Gallery, des British Museum und das National History Museum gewandelt. Das sind alles Museen, in denen man einzeln schon jeweils einen gesamten Tag verbringen könnte. Nehmt euch die Zeit, dort hinzugehen, wenn ihr in London seid - vor allem das British Museum ist sehr beeindruckend. Hier noch ein paar Eindrücke von unserem letzten Tag:


In der Nacht vom Sonntag auf Montag ging es dann für uns leider schon wieder zurück nach Irland. Leider glich die Rückreise eher einem Horrortrip als einem Entspannungsflug, weil unser Transferbus zum Flughafen mit einem ausschließlich Spanisch sprechenden Busfahrer über eine dreiviertel Stunde Verspätung wegen eines elektrischen Schadens am Bus hatte. Das Resultat: wir waren um 06:10 am Flughafen - um 06:15 sollten die Gates für unseren Flug schließen.

Wir haben es mit viel Gerenne, Umpacken, unter Verlust sämtlicher Nerven und einiger Socken dann doch noch geschafft, da Ryanair sage und schreibe 25 Minuten länger auf uns drei gewartet hat. So gerannt bin ich noch nie in meinem Leben. Wir wollen einen Beschwerdebrief an Terravision, das Busunternehmen, schreiben und unser Geld zurückfordern, da das Verhalten des Busfahrers und der Umstand, dass wir in beißender Kälte zwanzig Minuten auf einen Ersatzbus warten mussten, einfach inakzeptabel sind. Mal schauen, was wir da erreichen können - wir berichten natürlich!

Nichtsdestotrotz war es unglaublich lustig, schön und erlebnisreich in London! Danke an alle, die dazu beigetragen haben, wir haben die Zeit mit euch sehr genossen! Hoffentlich sehen wir uns bald wieder!
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